Orthomolekulares Behandlungskonzept

Der zweifache Nobelpreisträger Linus Pauling war Begründer und Wegbereiter der Orthomolekularen Medizin (ortho = richtig, gut; Molekül = Baustein von Substanzen), in deren Mittelpunkt die Verwendung von Vitaminen und Mineralstoffen steht. Dies heißt nichts anderes, als dass dem Körper täglich ausreichend Mikronährstoffe wie z.B. Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe zugeführt werden müssen, um ihn leistungs- und widerstandsfähig zu erhalten sowie vor Erkrankungen zu schützen.

Die Forschungen auf dem Gebiet der orthomolekularen Ernährungsmedizin führten in den letzten Jahren zu einer Vielzahl neuer Erkenntnisse. So wurde belegt, dass neben Vitaminen, Spurenelementen und Mineralstoffen auch sekundäre Pflanzen-stoffe, essenzielle Fettsäuren und Probiotika Einfluss auf die Entstehung und den Verlauf von Krankheiten haben können. Die Orthomolekulare Ernährungsmedizin gilt in den USA als offiziell anerkanntes Therapieverfahren und wird begleitend zur Schulmedizin eingesetzt.

Bereits Pauling erkannte, dass viele chronische Krankheiten auftreten, wenn der Nährstoffhaushalt des Körpers durch Mängel oder durch ein Ungleichgewicht im Nährstoffhaushalt gelähmt ist.


Die orthomolekulare Therapie folgt folgenden Ideen:

  1. Gesundheit zu erhalten durch angepasste und dem Stoffwechsel entsprechende Auswahl von Vitaminen, Spurenelementen und Mineralstoffen - als Vorbeugung von Erkrankungen

  2. Die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit zu verbessern durch verbesserte Zufuhr von belastungsabhängigen Verbrauchsstoffen, Antioxidantien und Mikronährstoffen

  3. Die Heilung von Krankheiten und Funktionsstörungen zu unterstützen durch zielgerichtete Auswahl geeigneter stützender Bestandteile der Ernährung, biochemisch aktiver Substanzen und Medikamenten


„Uns ging es doch noch nie so gut wie heute. Brauchen wir daher die orthomolekulare Medizin wirklich?“

In unserer Zeit ist es vor allem die Sorge um den stetig sinkenden Gehalt an Mikronährstoffen in der Nahrung bei überwirtschafteten und ausgelaugten Böden. Jahrzehntelang wurde versucht, aus den Böden das Maximum herauszuholen. Immer neue Ernterekorde bei künstlicher Überdüngung haben dazu geführt, dass der Nährstoff- und Mineralgehalt der Gemüse- und Obstsorten nur noch einen Bruchteil der in der Nachkriegswirtschaft gemessenen Werte entspricht.

Hinzu kommt, dass unsere Supermarkt-Früchte und -Gemüse viel zu früh in südlichen Ländern geerntet werden. Dadurch haben sie keine Möglichkeit, ihre sekundären Pflanzenstoffe auszubilden, die unser Organismus ebenso notwendig braucht. Zum anderen sind viele Obst- und Gemüsesorten genmanipuliert und mit Insektiziden und Konservierungsstoffen behandelt.

Der Ausspruch von der "Mangelversorgung trotz übervoller Teller" hat vor diesem Hintergrund und der Tatsache, dass die meisten von uns Nahrung gar nicht mehr selbst kochen, eine besondere Bedeutung erreicht.


Gibt es bereits Beispiele orthomolekularer Medizin in der täglichen Praxis?

Durch Forschungen der letzten Jahre hat sich das Spektrum der Therapiemöglichkeiten in der Orthomolekularmedizin erweitert. Bewährt haben sich beispielsweise Jod und Selen bei der Vorbeugung gegen Schilddrüsenerkrankungen und Folsäure, die in der Schwangerschaft verordnet wird, um Fehlbildungen des Embryos vorzubeugen. Kalzium und Vitamin D zur Stärkung der Knochen und Vitamin C zur Vorbeugung gegen Erkältungskrankheiten sind in der Bevölkerung mittlerweile bestens eingeführt.

Auch in der „Anti Aging“-Therapie sowie in der biologischen Immunmodulation und Tumorbehandlung ist die orthomolekulare Medizin nicht mehr wegzudenken.


„Leitsubstanzen“ in der orthomolekularen Medizin

Vitamine:

  • Vitamin C
  • Vitamin E
  • Vitamin D3
  • Vitamin B3 (Niacin)
  • Vitamin B6
  • Vitamin b12
  • Folsäure

 Spurenelemente:

  • Zink
  • Selen
  • Calcium
  • Magnesium
  • Eisen bei jungen Frauen
  • Jod bei Jodmangel

Fett- und Aminosäuren:

  • Omega-3-Fettsäuren
  • L-Arginin
  • L-Carnitin
  • Coenzym Q10

Praxis Öffnungszeiten

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Dr. med. Axel Kunz
Gudrun Burgei-Seifert
Dr. med. Barbara Kunz


Ärzte für Allgemeinmedizin, Umweltmedizin, Akupunktur, Ernährungsmedizin

Holzhofallee 35
64295 Darmstadt