Gefäß-Risiko-Check

Was sind Gefäßrisikofaktoren?

Das sind Faktoren, die nach anerkannten Untersuchungen zu Verengungen von Arterien und damit zu einer Häufung von Schlaganfällen führen:

hoher Blutdruck

6–12 faches Risiko

Zuckerkrankheit

2–3 faches Risiko

Rauchen 

2–3 faches Risiko

erhöhte Blutfette

2 faches Risiko

Übergewicht

1,5 faches Risiko

Auch die Pille erhöht das Schlaganfallrisiko um das Doppelte!
Besonders schwerwiegend ist das Zusammentreffen von mehreren Risikofaktoren.

Arteriosklerose-Prävention

Auch wenn man keine der klassischen bzw. bekannten Gefäßrisikofaktoren wie Bluthochdruck, Blutfetterhöhung, Blutzuckererkrankung, Nikotinkonsum oder Harnsäureerhöhung hat, kann man nicht automatisch rückschließen, dass man keinerlei Gefährdung für Arteriosklerose hat.

Konsequenz: Auch bei fehlenden Gefäßrisikofaktoren sollte eine optimale Prävention für Gefäßerkrankungen zu vorbeugenden Untersuchung veranlassen.
Im Optimalfall sind dies:

Kardiologische Untersuchungen:

  • Herz – Ruhe EKG
  • Belastungs-EKG (Fahrradergometrie)
  • 24-Stunden-Langzeit-EKG
  • 24-Stunden-Langzeitblutdruckmessung

Angiologische Untersuchungen:

 

Zu empfehlende weiterführende Labor-Untersuchungen:

Lipoprotein (a)

Von den anderen Fetten unabhängiger genetisch determinierter Fettwert mit deutlichem Risiko für Herzkranzgefäßverengung. Fettsenker helfen leider nicht, bei hohen Werten >60 mg/dl) Lipodapherese nötig!

hs CRP(hochsenstives C-reaktives Protein)

Galt bisher eher nur als „Zeichen“ einer Gefäßerkrankung, nach neueren Untersuchungen aber doch eher als eigenständiger Gefäßrisikofaktor, zumindest wenn Wert >2.0 mg/l (Raucher!) vorliegen.

Homozystein

Nach neueren Untersuchungen eindeutiger Gefäßrisikofaktor, v.a. in Verbindung mit anderen Erkrankungen wie:

  • Vitaminmangel wie Folsäure, B12, B6
  • Arteriosklerose oder Verwandte 1. Grades mit KHK
  • Diabetes mellitus
  • Genetische Varianten des Stoffwechsels z.B.:
  • MTHFR-Störung des Homozysteinstoffwechsels
  • NOS-3-Enzym-Polymorphismus
  • ACE-Polymorphismus der Blutdruckerhöhung
  • Apoliproprotein E-Besonderheiten (->Polymorphismus-Diagnostik)
  • Vitamin D3-Polymorphismus (bei ständig niedrigem Vit.D3)
  • Genetisch determinierte Gerinnungsstörungen (in bes. Fällen)

Auch bei bereits bestehenden Gefäßrisikofaktoren sind diese Untersuchungen wichtig, um ein erhöhtes Risiko auszuschließen!

Praxis Öffnungszeiten

Mo, Di, Do

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Dr. med. Axel Kunz
Gudrun Burgei-Seifert
Dr. med. Barbara Kunz


Ärzte für Allgemeinmedizin, Umweltmedizin, Akupunktur, Ernährungsmedizin

Holzhofallee 35
64295 Darmstadt