Impfungen

Impfschutz für Jedermann!
    
Was bei Kindern noch selbstverständlich ist, gerät bei Jugendlichen und Erwachsenen schnell in Vergessenheit – Impfungen. Mal ehrlich: Wann war Ihre letzte Impfung? Wissen Sie, wo Ihr Impfausweis liegt? Und wussten Sie überhaupt, dass Impfungen lebenslang aufgefrischt werden müssen?

Impfungen schützen Sie vor bedrohlichen Infektionskrankheiten wie Tetanus (Wundstarrkrampf), Diphtherie oder Polio (Kinderlähmung). Sie schützen aber auch vor vermeintlich harmlosen Erkrankungen wie Masern, Mumps, Röteln oder Grippe. Wer die Risiken der einzelnen Erkrankungen kennt, versteht auch die Wichtigkeit eines Impfschutzes.

Tetanus, Diphtherie, Polio

Tetanus gehört in Deutschland zu den seltenen Krankheiten. Dies ist dem erfolgreichen Einsatz der Impfungen zu verdanken. Tetanus ist nicht ansteckend. Man infiziert sich durch Bakterien, die weltweit im Boden, Staub und Schmutz vorkommen.

So hat jeder, der keinen Impfschutz besitzt, ein individuelles Ansteckungsrisiko. Tetanusbakterien gelangen über kleinste Wunden in den Körper und setzen dort ein Gift frei, das zu schwersten Muskelkrämpfen führt (Starrkrampf).

Tetanus-Patienten müssen oft wochenlang intensivmedizinisch behandelt werden. Trotz modernster Medizin sterben etwa 50 % der Erkrankten.

Diphtherie – früher „Würgeengel der Kinder“ genannt – wird ebenfalls durch Bakterien ausgelöst. Sie führt durch dicke Beläge im Hals zu Erstickungen. Diphtherie wird von Mensch zu Mensch über Tröpfchen-Infektion übertragen. Auch wenn sie in Deutschland so gut wie ausgestorben ist, droht immer eine Infektionsgefahr durch eingeschleppte Erreger.

Kinderlähmung (Polio) ist vielen wahrscheinlich noch in Erinnerung. Hier ist wichtig zu wissen, dass der Name „Kinder“lähmung absolut irreführend ist, denn auch Erwachsene können erkranken.

Die Impfung gegen alle drei Erkrankungen ist mit einem Kombinationsimpfstoff möglich und stellt das Mindest-Programm für Kinder, Jugendliche und Erwachsene dar.

FSME

Die Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME) ist eine entzündliche Erkrankung des Gehirns oder der Hirnhäute, die durch das FSME-Virus ausgelöst wird. Es wird vor allem in den Monaten März bis November durch Zeckenstiche übertragen. Die FSME-Erreger befinden sich in den Speicheldrüsen der Zecke und werden sofort beim Stich in die Wunde übertragen. Die sofortige Entfernung der Zecke schützt daher nicht vor FSME.

Das FSME-Virus ist in Deutschland in weiten Teilen Bayerns, Baden-Württembergs und zunehmend in Hessen, Rheinland-Pfalz und Thüringen verbreitet. Die Region Darmstadt/Bergstrasse wurde zum Risikogebiet erklärt. Auch in vielen Ländern Europas kommt das FSME-Virus gehäuft vor. Als Faustregel gilt: Je weiter man nach Osten reist, desto höher ist das FSME-Risiko. Aber auch in der Schweiz, im Elsass und in Norditalien kommt das Virus vor.

Masern, Mumps, Röteln

Jeder kennt sie – die klassischen „Kinderkrankheiten“. Ein paar rote Pünktchen oder eine dicke Mumps-Backe, vielleicht ein bisschen Fieber und schon ist der Spuk vorbei. Schön wäre es, wenn der Krankheitsverlauf immer so harmlos wäre.

Manchmal kommt es zu Komplikationen. Masern-Viren können beispielsweise das Gehirn angreifen und eine Gehirnentzündung hervorrufen.

Mumps ist für Jungen nach der Pubertät besonders gefährlich. Mit einer 25 %igen Wahrscheinlichkeit kommt es zu einer schmerzhaften Hodenentzündung, die zu Unfruchtbarkeit führen kann. Röteln sind für schwangere Frauen extrem gefährlich. Die Viren können beim Kind im Mutterleib zu Blindheit, Taubheit oder schweren Herzfehlern führen.

Eine Masern-Mumps-Röteln-Kombinationsimpfung wird seit Jahren bei Kleinkindern durchgeführt. Die Impfung  sollte allerdings wiederholt werden, um einen lebenslangen Schutz zu gewährleisten. Wer als Kind nicht geimpft wurde oder nur einmal geimpft wurde, kann die Impfung jederzeit nachholen.

Hepatitis B (Gelbsucht)

Besonders wichtig für Jugendliche ist eine Impfung gegen Hepatitis B. Diese durch Viren ausgelöste Krankheit ist Ursache für die weltweit häufigste Krebserkrankung: Leberkrebs. Sie wird von Mensch zu Mensch übertragen und ist so ansteckend, dass man sich bereits durch Küssen infizieren kann.

Keuchhusten (Pertussis)

Die Keuchhusten-Impfung wird bei Babys routinemäßig durchgeführt. Jugendliche erhalten ebenfalls eine Impfung. Wegen Häufung von Keuchhustenerkrankungen im Erwachsenenalter empfiehlt die STIKO (Ständige Impfkommission) auch Erwachsene erneut zu impfen. Die Impfung kann in Kombination mit der Tetanus-, Diphtherie- und Polioimpfung verabreicht werden.

Im Herbst ist Grippe- und Pneumokokken- (Lungenentzündung) Impfzeit

Die Virus-Grippe und eine vergleichsweise harmlose Erkältung (grippaler Infekt) sind schwer zu unterscheiden. An ein paar typischen Anzeichen können Sie die Virus-Grippe erkennen:

Virus-Grippe
Influenza

Grippaler
Infekt

plötzlich auftretendes hohes Fieber

•••

Krankheitsgefühl 

•••

Atemwegsbeeinträchtigung

••

Erkrankung kommt schnell

••

Muskel- und Gliederschmerzen

•••


Harmlose Erkältungskrankheiten können mit Hilfe fiebersenkender Medikamente und Bettruhe in mehreren Tagen kuriert werden. Eine Influenza mit ihren möglichen schwerwiegenden Folgen hingegen kann über Wochen andauern. Die Grippe-Impfung schützt zwar nicht vor grippalen Infekten, aber sie kann eine Virus-Grippe verhindern oder ihre Folgen mindern.

Sie sind über 60 Jahre alt oder leiden an einer chronischen Grunderkrankung wie Asthma, Diabetes oder Bluthochdruck? Dann ist für Sie die Impfung gegen Virusgrippe (Influenza) besonders empfohlen. Jährlich sterben in Deutschland allein 5 000 – 8 000 Menschen an den Folgen einer Virusgrippe. Betroffen sind meist Ältere oder chronisch Kranke.

Sie können sich zusätzlich gegen Pneumokokken, einen häufigen Erreger der Lungenentzündung schützen. Auch diese Impfung ist als Standard-Impfung empfohlen.

Der Hausarzt – Ihr persönlicher Impfberater

Bei allen Fragen rund um das Thema Impfungen steht Ihnen unser Praxisteam zur Verfügung. Wir prüfen Ihre Impfausweise und sprechen Sie auf eventuell notwendige Auffrischungsimpfungen an. Auf Wunsch nehmen wir Sie gerne in unser Recall – System auf, so dass Sie immer rechtzeitig an anstehende Impftermine erinnert werden. Wir kennen Ihr persönliches Allergierisiko, Ihre Vorerkrankungen und Ihr persönliches Umfeld, so dass wir Ihnen einen individuellen Impfplan erstellen können. Falls Sie ältere Kinder haben, denken Sie bitte auch an deren Impfschutz.


Nutzen Sie unseren Impf-Service.

Impfungen, die dem Schutz gegenüber einheimischen Erkrankungen dienen, werden von der Krankenkasse übernommen. Dazu gehören die Impfungen gegen

  • Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten, Masern, Mumps, Röteln, FSME, Grippe
  • Hepatitis B (nur bis zum vollendeten 18. Lebensjahr)
  • Polio (1. Grundimmunisierung sowie 1 Auffrischimpfung)

 

Sie planen eine Auslandsreise und möchten sich beraten lassen?

Medikamente und Impfstoffe für die geplante Reise werden auf einem Privatrezept verordnet, denn Impfungen gegen Krankheiten, die es vorwiegend in Urlaubsländern gibt, werden oft nicht von den Kassen übernommen.

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Dr. med. Axel Kunz
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