Aktuelles Gesundheitsthema


Grippeimpfung 2017/2018

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TCM – Traditionelle Chinesische Medizin

...was ist das?

Traditionelle chinesische Medizin (TCM) ist eingebettet in die beiden Philosophien des Konfuzianismus und des Taoismus. Beide Philosophien haben als Ideal die geistig-körperliche Harmonie. Diese Ideen wurden auf die Medien übertragen und verbinden sich mit dem Buddhismus, der die Überwindung der körperlichen Bedürfnisse anstrebt. Im Westen versteht man unter TCM meist Akupunktur, wohl weil diese als erstes Verfahren hier bekannt wurde. Tatsächlich stellt sie aber nur einen Teil der TCM dar.

Weitere bedeutende Verfahren sind:

  • die Moxibustion
  • die chinesische Diätetik
  • das medizinische Qigong und die Tuina-Massage und vor allen Dingen die chinesische Arzneimitteltherapie.


tuina ausbildung


Akupunktur

Die ersten Hinweise auf die Behandlung mit Nadeln sind 5000 Jahre alt. Mehr als 350 Hauptpunkte sind auf sog. Meridianen lokalisiert, in denen nach chinesischer Vorstellung das Qi, die Lebensenergie zirkuliert.

Kommt es zu einer Blockierung des Qi's sind z.B. Schmerzen die Folge. Die Akupunktur versucht, diese Blockaden zu lösen und das Qi wieder ins Fließen zu bringen.

Je nach Krankheitsbild kann die Akupunktur durch das Anwenden von Schröpfgläsern oder die Moxibustion, das Abbrennen von Beifuß über den Akupunkturpunkten, unterstützt werden.


Chinesische Arzneimitteltherapie

Sie umfasst eine Vielzahl hauptsächlich pflanzlicher Stoffe wie Wurzeln, Rinden, Samen, Früchte oder Blätter chinesischer Pflanzen. Vereinzelt werden auch mineralische oder tierische Substanzen mit einbezogen.

Für den Patienten werden in einem zeitaufwendigen Verfahren individuelle, Krankheitsbild speziell zusammengestellte Rezepturen entworfen. Einige wenige, auf diese Medizin spezialisierte Apotheken, können diese eigens aus China importierten Medikamente liefern, die üblicherweise in Form von Teemischungen individuell zusammengestellt werden.


Chinesische Diätetik

Die Ernährungstherapie ist eine sinnvolle Ergänzung der chinesischen Medizin und wird individuell mit jedem einzelnen Patienten besprochen.


Wie läuft eine Behandlung ab?

Die Behandlung nach den Regeln der TCM sollte nur von gründlich ausgebildeten Ärzten durchgeführt werden. Sie erfordert eine sorgfältige Erfragung des Krankheitsbildes und der Lebensweise des Patienten, bevor nach der körperlichen Untersuchung, die Puls- und Zungendiagnostik einschließt, das Behandlungskonzept erstellt wird.

Die Therapie ist immer ganzheitlich und erfasst den ganzen Menschen und nicht nur ein einzelnes Symptom.

Das Therapiekonzept ist immer speziell auf den einzelnen Patienten zugeschnitten, d. h. für die Akupunktur wird eine individuelle Punktkombination erarbeitet, für die Arzneimitteltherapie eine Kräuterrezeptur individuell zusammengestellt.

Akupunktiert wird je nach Krankheitsbild anfänglich 1–2 mal wöchentlich. Die Behandlung dauert in der Regel 30–60 Minuten.


Was kann behandelt werden?

Grundsätzlich kann all das behandelt werden, was gestört, aber nicht zerstört ist. So können beispielsweise bei einer Arthrose keine zerstörten Knorpelanteile wiederhergestellt werden, der Prozeß kann jedoch aufgehalten und Schmerzen gelindert werden.

Gut zu behandelnde Krankheiten sind:

Atemwegserkrankungen

  • Infektanfälligkeit
  • Heuschnupfen
  • Chronische Entzündung der Nasennebenhöhlen und Bronchien
  • Asthma bronchiale


Gynäkologische Krankheitsbilder

  • Menstruations- und Zyklusstörungen
  • Klimakterische Beschwerden


Kopfschmerzen

  • Migräne
  • Spannungskopfschmerzen
  • Neuralgien


Magen-Darm-Erkrankungen

  • Chronische Durchfälle und Verstopfungen
  • Colitis ulcerosa
  • Morbus Crohn
  • Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre
  • Gallenblasenleiden


Orthopädische Krankheitsbilder

  • Chronische Rückenschmerzen
  • Gelenkschmerzen
  • Tennisellbogen
  • Rheumatische Beschwerden
  • Arthrosen


Psychovegetative Störungen

  • Schlafstörungen
  • Erschöpfungszustände Neurologische Störungen
  • Akut auftretende Lähmungen der verschiedenen Grunderkrankungen


Hauterkrankungen

  • Ekzeme
  • Neurodermitis
  • Schuppenflechte
  • Gürtelrose


Erkrankungen der Sinnesorgane

  • Tinnitus (Ohrgeräusche)
  • Schwindel
  • Glaucom (grüner Star)


Herz-Kreislauf-Erkrankungen

  • Hypertonus/Hypotonus
  • Angina pectoris
  • Durchblutungsstörungen

 

Kostenerstattung

Seit dem 01.01.1996 übernehmen die privaten Krankenversicherungen die Kosten, wenn eine Schmerzbehandlung im Vordergrund steht. Beihilfeberechtigte sollten die Kostenübernahme sicherheitshalber vor der Behandlung abklären.

Seit 01.01.2008 übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für Akupunktur, allerdings nur und ausschließlich bei zwei Krankheitsbildern:

  • Chronische Schmerzen der Lendenwirbelsäule
  • Chronische Schmerzen bei Kniegelenksarthrose

Hinzu kommen weitere Voraussetzungen und Einschränkungen, die allesamt beachtet werden müssen:

  • Die Schmerzen müssen seit mindestens 6 Monaten bestehen, um als chronisch zu gelten
  • Wenn der Patient beim behandelnden Arzt nicht bekannt ist, muss die Diagnose durch einen anderen Arzt dokumentiert sein (Arztbrief, Attest oder Überweisungsdiagnose)
  • Die Schmerzen der Lendenwirbelsäule dürfen nicht von der Nervenwurzel ausgehen ("nicht radikulär")
  • Die Schmerzen der Lendenwirbelsäule dürfen nicht weiter als bis zum Knie ausstrahlen
  • Die Kosten für 10 Sitzungen pro Jahr werden übernommen, in Ausnahmefällen können 5 weitere Sitzungen beantragt werden
  • Die 10 Sitzungen müssen innerhalb von 6 Wochen erfolgen


Die Bewertung dieser bürokratischen Regelung bleibt jedem selbst überlassen. Mit einer vernünftigen, individuell angepassten Akupunktur hat das jedenfalls nichts zu tun, aber das war wohl auch nicht beabsichtigt. Die Kosten der Akupunktur für alle anderen Beschwerden und Krankheiten (siehe oben aufgelistete Krankheiten) werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen!

Doch die chinesischen Nadeln können noch viel mehr. Sprechen Sie uns an. Wir beraten Sie je nach Einzelfall individuell. Allgemein ist zu sagen, dass Akupunkturbehandlungen im Fall der Privatliquidation nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) abgerechnet werden, je nach Aufwand kommen die Ziffern 269 und 269a zum Ansatz. Weitere Leistungen der TCM werden nach Analogziffern der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) abgerechnet.

Praxis Öffnungszeiten

Mo, Di, Do

07:30 - 12:00 Uhr

15:00 - 17:30 Uhr

Mi

07:30 - 12:00 Uhr

Fr

07:30 - 14:00 Uhr

Dr. med. Axel Kunz
Gudrun Burgei-Seifert
Dr. med. Barbara Kunz


Ärzte für Allgemeinmedizin, Umweltmedizin, Akupunktur, Ernährungsmedizin

Holzhofallee 35
64295 Darmstadt